Ist die Außenwirkung Ihrer Schule in Ordnung?

Heute ist der Ruf einer Schule wesentlich davon bestimmt, wie sich die Schule im öffentlichen Raum präsentiert. Dieses "Sich Präsentieren" bewegt sich auf ganz unterschiedlichen Ebenen.

 

Wie präsentieren wir uns im digitalen Bereich? Schulhomepage

So ist z.B. die Qualität ihrer Homepage eine wichtiges Kriterium für die Außenwahrnehmung. Sie erreicht zum einen ihre Elternschaft, Schülerschaft und ihr Team im öffentlichen Raum, zum anderen erreicht sie viele außerschulische Stellen, z.B. die Eltern von Kindern, die eine neue Schule suchen, die Unternehmen in ihrer Umgebung und viele mehr. Auch die Schulaufsicht informiert sich öfter als Sie denken auf Ihrer Schulhomepage.

Eine Schulhomepgae sagt sehr viel über eine Schule aus. Aktualität, Layout, ein hoher Informationsgehalt,leichte Nutzbarkeit, Möglichkeiten zur Interaktivität, ausreichend Fotomaterial vom aktuellen Schulleben, das sind Qualitätsmerkmale, die Sie im Blick haben müssen. Ihre Schulhomepage verantworten Sie in letzter Instanz. Deshalb müssen Sie sich zwangsläufig regelmäßig mit ihr beschäftigen, da Sie rechtliche gravierende Implikationen hat. Weiter sollte sie wenn eben möglich in professionelle Hände kommen. Denken Sie immer daran, vor der Veröffentlichung von Fotos aus der Schule das Einverständnis der Eltern und Teammitglieder schriftlich bis auf Widerruf einzuholen. Sie sind dann auf der sicheren Serite. Die differenzierte Überprüfung der Zugriffszahlen gibt ihnen ausreichend Hinweise zur Feinjustierung und Weiterentwicklung der Schulhomepage.

Wenn Sie es schaffen, durch Attraktivitäät der Schulhomepage Ihre Schülerinnen und Schüler an diese zu binden, so gehen Sie einen wichtigen Schritt in die Richtung einer zunehmenden Indentifikation Ihrer Schülerschaft mit ihrer Schule.

 

Wie präsentieren wir uns in der veröffentlichten Schriftform?

Immer wieder erlebt man, dass Schulen ganz unterschiedliche Formen schriftlicher Präsentation verwenden. Als ich an meine zweite Schule als Schulleiter kam, hatte dort jeder seinen eigenen Schulkopf auf Schriftstücken verwendet. Das ist eine Krux im Schulbereich. In der Regel gibt der Schulträger den Briefkopf für seine Schulen vor. Alle anderen Schriftstücke müssen im Rahmen eines einheitlichen Layouts diesem angepasst werden. Ich habe mir in dieser Zeit auch angewöhnt, dass jedes offizielle Schreiben, das die Schule verlässt, von kompetenten "Fachkräften" gegengelesen wird auf Rechtschreibung und Verständlichkeit. Liest man manche schulische Veröffentlichung, kann man nur den Kopf schütteln, mit welcher Ignoranz mit der angesprochenen Thematik umgegangen wird.

Weiter muss man sicherstellen, dass die Teammitglieder klare Rahmenbedingen für notwendige Elternschreiben oder andere schriftliche Außenkontakte haben. Es ist schon für den internen Informationsfluss unabdingbar, dass solche Schreiben immer auch zur Kenntnis an die Abteilungsleitungen gegeben werden. Weiter ist es unabdingbar, dass für alle Bereiche die verbindlichen äußeren Formen eingehalten werden.

Jedes Schreiben, das die Schule verläßt, ist gleichzeitig eine Visitenkarte der Schule.

 

Wie präsentieren wir uns den örtlichen (und überörtlichen) Medien?

Die Außenwahrnehmung der Schule hängt natürlich auch wesentlich davon ab, wie oft und mit welchen Themen die Schule in der örtlichen Presse präsent ist. Halten Sie zu den Redaktione einen regelmäßigen Kontakt. Laden Sie in Abständen Redaktionsmitglieder zu bestimmten wichtigen Themen in ihre Schule ein. Informieren Sie regelmäßig die Presse über sehenswerte Projekte, Schulfeste, besondere Preise und Ehrungen an ihrer Schule. Eine sehr gute Pressearbeit wird ihnen eine deutliche Qualitätsveränderung der Schülerschaft bei den Neuanmeldungen bescheren. Trauen Sie sich ruhig, auch Kontakt zum Lokalradio und zum Fernsehen zu knüpfen.

Sehr häufig trauen sich Schulleitungen nicht, diesen Schritt zu tun.

Glauben Sie mir, es gibt viel mehr Berichtenswertes an ihrer Schule als sie glauben!

 

Wie präsentieren wir uns gegenüber der unmittelbaren Schulnachbarschaft?

Das räumliche Schulumfeld ist ein wesentlicher Bereich, den zu pflegen sich für jede Schule lohnt. Für alle Anlieger der Zufahrtsstraßen und für die unmittelbare Nachbarschaft ist Schule immer auch eine nicht zu unterschätzende Belastung.

Laden Sie mutig einmal im Jahr ihre unmittelbar betroffene Nachbarschaft zu einem Rundgang in Ihre Schule ein und zu einem Gespräch über Sorgen und Nöte Ihrer Nachbarschaft. Vereinbaren Sie Strategien zur Lösung von Problemen. Gewinnen Sie ihre Nachbarschaft, und Sie werden sich wundern, wie rapide ihre Belastung durch ständige Beschwerden aus diesem Bereich zurückgehen.

Ziehen Sie zu Beginn einer solchen Veranstaltung Bilanz über die Ergebnisse der Vereinbarungen, die Sie beim letzten Treffen beschlossen haben. Wenn ihre Nachbarschaft respektvoll von Ihrer Schule und Ihrem Team spricht, wirkt sich das erkennbar aus. Vergessen Sie nicht ein paar belegte Brötchen und ein Getränk. Eine kleine Investition, die sich lohnt.

 

Wie präsentieren wir uns gegenüber dem Schulträger und den  wichtigen politischen Gremien:

Erschreckend oft habe ich erlebt, dass Schulleitungen immer nur geduldig gewartet haben, bis ihnen ihr Schuletat "zugewiesen" wurde. Wenn Sie dringend notwendige größere Anschaffungen benötigen, eine Sanierung eines bestimmten Schulbereichs, wenn Sie neue Schwerpunkte setzen möchten wie z.B. Profilklassen, für die besondere Mittel notwendig sind, dann müssen Sie regelmäßigen persönlichen Kontakt in die Verwaltung pflegen, es ist auch von großem Vorteil, sich die begleitende Unterstützung im Schulausschuss zu sichern. Für größere Projekte werden die Weichen schon ein bis zwei Jahre im voraus gestellt. Viele der finanziellen Bedarfssituationen müssen nämlich im Haushaltsplan der Kommune erscheinen.

Es macht sich für Ihre ganze Schule bezahlt, wenn Sie auf diesem Feld gut aufgestellt sind. Sie sollen Schule gestalten und nicht verwalten. Hierzu gehört einfach die aktive Pflege von Kontakten in Verwaltung und Politik. Und aktivieren Sie diese Kontakte nicht nur, wenn Sie etwas von Ihren Kontaktpersonen wollen. Pflegen Sie auch die Kontakte ohne dass Sie konkrete Wünsche vortragen. Der regelmäßige menschliche Kontakt ist wichtig. Sie sollen nicht als Klinkenputzer wahrgenommen werden, sondern als engagierter, kompetenter und aufmerksamer Mensch, der die Verantwortung für seinen Arbeitsbereich sehr ernst nimmt.

 

Wie präsentieren wir uns gegenüber Besuchern und Eltern?

Betreten Sie eine Schule, und in der Regel beginnt das Suchen von Gesprächspartnern, des Sekretariats, das Suchen nach einer Gästetoilette etc.

Zu einer komplexen Schulentwicklung gehört auch, dass Sie dafür sorgen, dass sich Besucher und Eltern schon am Haupteingang ohne Mühe orientieren können. Es gibt pfiffige Wegweisersysteme, mit großer Schrift und allgemein verständlichen Symbolen, die jeden schnell zum Ziel finden läßt.

Alle in der Schule arbeitenden Menschen müssen begreifen, dass die Schule in jeder Hinsicht ein Dienstleistungsbetrieb ist.

Sorgen Sie dafür, dass neben dem allgemeinen Wegweisersystem in der Schulverwaltung neben den jeweiligen Türen große gut lesebare Türschilder angebracht sind, aus denen die Raumnummer, der Name der dort arbeitenden Person und deren Aufgabengebiet ausgewiesen ist. Diese können durchaus mit Fotos versehen werden.

Auch hier gibt es einen positiven doppelten Effekt. Wenn auch in den unterschiedlichen Fachbereichen an den Türschildern die Verantwortlichkeit für diesen Raum ausgewiesen ist, so wird Öffentlichkeit hergestellt als ein Dankeschön für vorbildliche Sammlungen und Fachräume. Wer eine über die tägliche Arbeit hinausgehende Leistung erbringt, soll auch der Öffentlichkeit gegenüber sichtbar gemacht werden. Für Besucher ist es eine willkommene Erleichterung, vor Betreten eines Raumes zu wissen, auf wen man treffen wird. Aber denken sie immer daran, es dürfen nur Fotos verwendet werden, wenn eine schriftliche Einverständniserklärung vorliegt mit einem verbrieften Recht auf Widerruf.