Arbeitsplatz Hausmeister

Ähnlich wie bei den Sekretärinnen sieht die Situation bei den Hausmeisterinnen und Hausmeistern aus.

 

Wenn Sie es schaffen, Ihrer Hausmeisterin oder Ihrem Hausmeister das Gefühl zu vermitteln, dass ihre engagierte Arbeit für die Entwicklung der Schule sehr wichtig ist, dann haben sie einen großen Schritt in die richtige Richtung getan.

 

Als ich an meine letzte Schule kam wunderte ich mich, dass die beiden Hausmeister in der Loge saßen und einem Treiben in den Fluren zuschauten, als hätten sie damit überhaupt nichts zu tun. Weiter war die Loge über weite Strecken überhaupt nicht besetzt. Später habe ich dann erfahren, dass diese Hausmeister resigniert hatten im Kampf gegen Vandalissmus, da sie sich in keiner Weise von der Schulleitung unterstützt fühlten. In längeren Gesprächen habe ich sie gebeten, mir ein Konzept zu erstellen, nach dem sie glauben, dass die soziale Situation besser in den Griff zu bekommen sei. Das haben sie mit Freude, aber auch mit Skepsis umgehend erstellt. Innerhalb weniger Wochen hat sich die angespannte soziale Situation merklich verbessert.

Ein weiteres Problem ist der Umstand, dass die Arbeitsplatzbeschreibung viele Tätigkeiten der Hausmeister ausschließt.

Handwerkliche Arbeiten, die sie von ihrem Können her erledigen könnten, stehen nicht in ihrer Arbeitsplatzbeschreibung. Hier bewegen Sie sich in einer Grauzone, die zu nutzen an ihrem Geschick im wertschätzenden Umgang mit Ihrer Hausmeisterin oder Ihrem Hausmeister liegt.

 

Wir haben monatliche Schwerpunkte vereinbart, die wir systematisch gemeinsam abgearbeitet haben. So muss geklärt werden, dass alle Defekte in den Schulräumen umgehend in einem Formular an die Hausmeister gelangen müssen, damit umgehend die Reparaturen veranlasst werden können. In diesem Zusammenhang haben sie mir bei jedem Treffen berichtet, wie der Stand der jeweilig beantragten Reparaturen war. So hatte ich die Möglichkeit, von meiner Seite aus ein wenig mehr Druck auszuüben auf die Verwaltung, wenn notwendige Reparaturen zu lange dauerten.

Es wurde im Turnus überprüft: Tafeln, Mobiliar, Steckdosen, Türen, Fenster und Klassenschilder, Tageslichtprojektoren und Verdunklungen. Immer mit dem Ziel, optimale Arbeitsbedingungen für Lehrer und Schüler zu schaffen.

Vandalismussschäden wurden digital festgehalten und eine Aufklärung aktiv angestrebt. In den seltenen Fällen, in denen man jemanden dingfest machen konnte, wurden die Eltern zum Schadensersatz herangezogen. Aber Vorsicht, wenn man der Schule nachweist, dass in dem betroffenen Bereich die Aufsichtspflicht verletzt wurde, ist der Versuch eines Regresses sinnlos.

Eine weitere wichtige Vereinbarung war, das alle Verletzungen des Wandputzes sofort geschlossen wurden. Sie kennen das sicher, jedes noch so kleine Loch in einer Wand hat die merkwürdige Eigenschaft, unaufhaltsam zu wachsen. Wird es aber sofort geschlossen, entstehen so schnell keine neuen Löcher in der näheren Umgebung mehr.